
Die Frage „Warum?“
Heute bin ich in mein Atelier gegangen und alle meine Lieblingspodcasts handelten von der Pandemie. So schaltete ich alles ab. Ich mag es nicht mehr anhören.
Das brachte mich dazu , mich selber eine zeitlang zu befragen … denn während des Malens gibt es viel Zeit zum Gedankenaustausch mit mir …
Was ist der Sinn des Schaffens? Welche Bedeutung bekommt Kunst in dieser verdrehten Welt?
Diese Gedanken machen sich besonders dann bemerkbar, wollen gehört werden, wenn ich bei einem Gemälde zum Stillstand komme und ich mich als Tiger in einem Käfig wiederfinde.
Ich laufe, denke nach, male … trotzdem bleibe ich stehen und komme nicht weiter.
Warum mache ich das? Warum stelle ich mich dieser verwundbaren Sichtbarkeit? Dieser Punkt will angeschaut werden.
Und je länger ich darüber nachdenke, nachspüre und wahrnehme merke ich wie ich ruhig werde.
Meine Schlussfolgerung ist, dass ich glücklich sein darf – ich kann als Künstlerin zur „Arbeit“ gehen und mich auf eigenartige Weise fallen lassen um dann hoffentlich der Welt und den Menschen Schönheit und Freude zu bringen.

Ausstellung im Palais Stutterheim Erlangen
HERBSTSALON – Eine Ausstellung des Kunstvereins Erlangen, im Kunstpalais Erlangen.
Ich freue mich sehr darüber, dass ich mit meinem Bild „Alex“ dabei bin.
Ausstellungsdauer 30.November 2021 bis 6. Januar 2022
Ausstellungsort: Kunstpalais Erlangen, Marktplatz 1, 91054 Erlangen
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Mittwoch 10 bis 20 Uhr

Was ist das schönste Geschenk für mich?
Ich sehe nach innen und versuche mir meinen Blick dafür zu bewahren, was ich habe – und nicht nur zu sehen, was mir fehlt.
Ich habe das Wundervollste überhaupt: (m)ein Leben. Freiheit. Glückliche Tage zwischen Menschen, Tieren, Landschaften. Zwischen Farben und Pinseln sich zu verlieren und das Spielen auf der Leinwand zelebrieren und feiern. Ein Lächeln der Unbekannten im Bus mit einem Gefühl, dass wir alle miteinander verbunden sind. Uwe vom Marktstand winkt mir zu. Elke vom Lieblingsladen lacht zurück, der Cappuccino im Cafe wartet schon auf mich. Eine freundliche Geste versüßt mir den Tag. Genußvoll leben.
Zu-Fuß-Reisen, auch nur wenige Kilometer, öffnet mir eine neue Welt und hebt sofort die Stimmung. Ich bin umgeben von Landschaft, Himmel und den Sternen. Die Natur in ihrer Schönheit erinnert an die schöpferische Kraft des Lebens. Gebannt lausche ich in die Stille hinein. Schnüffelnde Nasen immer nahe bei mir. Lebensfluss. Kostbarkeiten.
Genieße das Leben, hab`ein frohes Fest mit deinen Lieben, und einen guten Start in das voraussichtlich außergewöhnliche Jahr 2022! Merry Christmas! Nächstes Jahr sehen wir uns wieder, darauf freue ich mich heute schon!

Zwetschgenkuchen mit Zitronenduft
Heute esse ich Zwetschgenkuchen, mit viel Streusel und einen großen, weißen Esslöffel süßer Sahne! Dazu gesellt sich erfrischender Zitronentee, dessen Duft mich an die reifen, köstlichen Zitronen in Griechenland erinnern lassen!
Im Schatten des Haselnussstrauches, auf meiner Holzbank, vor mir der Blick über die grüne, erfrischende Farbe des Rasens, genieße ich die Wärme des Sommers, des Augenblicks!
An so einem einladenden Platz, ganz nah an meinem Atelier, möchte ich den ganzen Tag verhocken. Die kleine, rote Strauchrose blüht direkt vor mir. Hohe Baumstämme ragen in den betörenden blauen Himmel und Schmetterlinge löschen ihren Durst an der Vogeltränke.
Stimmt, Arbeit lockt mich genauso. Zu wissen das im Atelier leckere Farben auf mich warten lässt immer wieder einen Anflug von Stress entstehen. Soll ich, soll ich nicht? Nein, die Sonne hat sich so selten diesen Sommer gezeigt, die Wärme tut merkwürdig gut und die Leichtigkeit beflügelt die Seele.
So besinne ich mich auf die Langsamkeit, nehme mich bewusst wahr, atme tief durch und zaubere ein Lachen auf meinem Gesicht. Ein Lächeln verändert sofort meine eigene Wahrnehmung. Entspannt lehne ich mich zurück, strecke den Kopf dem Himmel entgegen und nehme ein extra großes Stück Zwetschgenkuchen in meinen Mund. Absolut köstlich! Summertime, jetzt!

Ausstellung „Blütenhafte Bilderwelten“ im Cocodrillo noch bis zum 22. Juli 2021





Ausstellung „Blütenhafte Bilderwelten“ im Cocodrillo

Sommer …. endlich!
Ich setzte mich hin. Sah das Gelb, das die Blüte öffnete, sah das Licht hineinfallen, roch den Duft der Rosen, alles gleichzeitig da und doch verschwommen, benebelt.
Ich begann zu tanzen mit den Empfindungen des Augenblicks, welches die Farbe in mir frei setzte.
Ich kann mich an mein Umfeld nicht erinnern, nicht an die Menschen, die an mir vorbei liefen.
Das, war mir im Gedächtnis, sich im Herzen verankerte: wie viel wir, die Blüte und ich uns voneinander erzählt haben, ohne miteinander zu sprechen.
Aus diesem Bedürfnis heraus, den Augenblick festzuhalten mit all seinen Empfindungen, entstehen meine Bilder. Durch die Malerei erlange ich die Möglichkeit verschiedene Spielarten von Welten zu durchleben.
Sollte nicht ein Bild den eigenen Bedürfnissen entsprechen, statt dem Zeitgeist?
Hier flanieren Kunstwerk und Mode in großen, inspirierenden Schaufenstern gemeinsam und genießen sich gegenseitig!
Hier entstehen Sprachwege zwischen dem Betrachter, der Malerei und der Leidenschaft für`s Leben. Kommunikation durch Farbe und dem Gefühl. Manchmal satt und federleicht, manchmal gestern und heute.
So wünsche ich euch einen Sommer gerne im Freien, in den kleinen Cafes am Rande der Stadt, unter einer alten Magnolie, oder beim Spaziergang durch die Lieblingsstraßen Erlangens.

Ausstellung Kunst-Haus Erlangen


Lassen Sie Ihren Verstand kurz ruhen und tauchen Sie ein in meine Bilderwelten!
Vielleicht gelingt es für ein paar Minuten, oder einen Augenblick, einfach nichts zu tun, außer dem Auge Kreativität zu schenken und das dann dadurch entstandene Gefühl geschehen lassen.
Bilder-Schauen ist eine ziellose Aktivität und damit genau die richtige Möglichkeit, um ein wenig Abstand zum täglichen Leben zu gewinnen.
Für mich bedeutet Glück, jeden Tag aufs Neue das Schöne, Überraschende, genau dort zu entdecken, wo ich gerade bin.
Viel Freude beim Entdecken!
Die Malerei ist meine Art mich in der Welt auszudrücken, mich dem Leben und der Öffentlichkeit zu zeigen und zu stellen.
Ein Grundbedürfnis. Das Atmen zwischen den Bildern.
Suche ich die Sprache meiner Kunst, so tauche ich ein in mein inneres Buch der gelebten Erfahrung.
Es ist ein inneres Vergnügen, empfindsam Gespürtes mit intensiver Hingabe an das Leben, an die Schönheit der Natur, an den Alltag, an die Sehnsucht der inneren Welten, durch Bilder auszudrücken.
Manchmal haben sie etwas Leises, das zum Nichtstun und Entspannen einlädt. Ein anderes Mal locken sie zum Sprung ins Neue, sind mutig und laut, oder wecken Erinnerungen an vergangene Tage.
Meine Kunst lebt von Schichtungen, Übermalungen, von der Zeichnung, vom Strich. Die Farbpalette verändert sich immer wieder, wie Jahreszeiten.
Mich interessiert die Ausdruckskraft. Zeitspuren, Flüchtiges, Leuchtendes. Es ist eine Malreise durch Zufall und Eingebung.
Das ist mein Schatz, meine Heimat, mein Trost und meine Hoffnung.

Pause

Entspannungspause. Sonntag … Sonnentag.
Nichtstun … den ganzen Tag.
Erst einmal frühstücken.
Dann den Hunden beim Aalen in der Sonne zuschauen.
Dann Cappuccino trinken auf der Terrasse.
Das Gezwitscher der Vögel begleitend.
Die Sonne wärmt. Verschwenderische Augenblicke.
Durchatmen. Frühling schnuppern.
Hungrig auf das erste frische Grün welches aus der Erde schlüpft.
Beobachten … sind nicht meine kostbarsten Erinnerungen verbunden mit der Einfachheit des nur ruhigen Dasitzens?
Ein beglückendes Gefühl trägt mich heute durch den Tag.
Bilder entstehen durch die Stille, genauso wie durch das Spiel.

I love mondays

Komisch, war aber immer schon so.
Es ist Montag, dessen Grau in der Melancholie absolut besticht.
Grau, Kalt. Schroff zurückwerfend in die eigene, innere Welt.
Kein Außen, was dich auffangen kann und will. Keine Farbe, keine Wärme.
Du bist alleine auf dich gestellt. Grau … ist einfach da.
Kein Glitzer, keine Farbe, keine Verschönerung.
Neblig. Verwaschen. Undurchsichtig. Kühl. Nüchtern. Laut. Unklar. Normal.
Diese grauen, schrecklich schönen Tage.
Schrecklich. Schön. Einfach. Jetzt. Hier. Heute.
Sie sind es, die mir das Echte im Inneren zeigen.
Diese Tage sind ehrlich, sie verschönern nichts.
Wenn ich solche Tage gut überstehen kann, wenn ich mich gerade an diesen Tagen gut fühle und meine Lust am Leben gerade dadurch einen Schimmer von Leuchtkraft und Glanz bekommt, egal woher, dann kann ich weiter machen.
Dann kommt mir so schnell nichts dazwischen.
Graue Tage … eine absolute Herausforderung.
Früher, als mein Sohn noch klein war … die Decke lag bereit.
Die Kinderbücher als wahre Verführung stapelweise neben der Heizung.
Der Tee wartete in der Teekanne, und dann an in die dicken, fetten Kissen, Rücken an die Heizung gelehnt, heiße Tasse … die Finger brannten.
Dampf aufsteigend. Klingel, Telefon aus.
Und dann … als ob sich eine Bühne öffnet, der Umschlag des Buches, raschelnd in meiner Hand.
Die erste Seite aufschlagend, die Textur fühlend, umblätternd, immer wie eine Premiere mit unbändigen Vorfreude.
Wie Geschenke auspackend. Raschelndes Papier.
Der Vorhang lüftet sich und es ist, als ob eine Spur von geheimnisdurchflutetem Duft in die Sinne steigt.
Heute noch genauso. Nur ohne meinen Sohn.
Aber wissend, dass ich diese langweiligen, grauen Tage immer lieben werde und überstehe.
Der Blick zum Fenster. Heute. Montag. Grau. Regnerisch.
„Schrecklich“ sage ich … aber irgendwo in mir drinnen jubiliert es!
I love mondays!
… oder doch ins Atelier und mich in Farben lechzen?

Ein herzliches Willkommen im Neuen Jahr 2021!



Mit Zuversicht und Freude an der Kreativität,
mit Klarheit und Kraft,
Unermüdlichkeit im Wachstum unseres Geistes,
mit Leidenschaft und Hingabe,
mit Augenblicken wie Diamanten,
mit Demut und Frieden im Lebensfluss des Neuen Jahres 2021!
So wünsche ich Ihnen/Euch ein wundervolles Jahr, immer einen Engel und ein kleines Wunder in Ihrer/Eurer Nähe.
Eure
Pavlina Görner-Löw